II. Richard Serra: Sequence (2006)

Für die Skulptur Sequence wurden zwei riesengroße stählerne Unendlichkeitszeichen ineinandergeschoben. Man kann um sie herum und zwischen ihnen in einer Art Gasse entlanggehen, die in die Mitte führt. Die Stahlwände sind konkav und konvex gegeneindergestellt, sodass sich der Blick nach oben weitet und wieder verengt. Der Blick nach vorne geht im Kreis, bis er im Mittelpunkt eintrifft. Wohin man auch geht, man kommt doch immer wieder bei sich selbst an! Aber ist man noch dieselbe? Und kommt man wieder am selben Ort an? Wie sehr spielt es eine Rolle, dass Zeit vergangen ist? Kann man rückwärts gehen, so wie Terminal, das seinen Originalzustand erst nach über 30 Jahren erreicht? Sequence ist das jüngste Stahlkunstwerk in unserer Reihe, doch es ist schon ziemlich weit herumgekommen. Von New York in der Ausstellung “Richard Serra: Sculpture Forty Years” 2007 im MOMA ging es nach Los Angeles zur Einweihung des neuen BACM-Museumsgebäudes als Teil des LACMA im Jahre 2008, dann 2011 ins Silicon Valley und 4 Jahre später nach San Francisco zur Einweihung der Sammlung Fisher im erweiterten SFMOMA. Seit 2019 steht es wieder draußen im Hof des Cantor Arts Center auf dem Gelände der Stanford Universität in/neben Palo Alto und ist auch von außen ohne Museumsbesuch zugänglich. Ist ein Kunstwerk eigentlich immer noch dasselbe, wenn es so oft auf- und ab- und wieder aufgebaut wurde wie dieses? Und was für eine Mühe so ein bewegtes Leben kostet, wenn es sich um riesengroße Stahlplatten handelt!

[ MOMA – Richard Serra Sculpture: Forty Years ]

[ LACMA Unframed – Serra’s Sequence is moving out ]

[ SFMOMA, Cantor Arts Center, LACMA – Exhibition Inquisition on Richard Serra’s “Sequence”]

[ Cantor Arts Center – Richard Serra: Sequence ]

[ CA Journal November/Dezember 2011 – Sommer im Herbst: Serra@Stanford ]

Cantor Arts Center – Wiederaufstellung der Skulptur im Zeitraffer

This entry was published on May 1, 2024 at 4:31 pm. It’s filed under Erinnern, Was ich sehe and tagged . Bookmark the permalink. Follow any comments here with the RSS feed for this post.

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