Das Jahr der Jubiläen

2023

im Sommer ist das California Journal 18 geworden – und keiner hat’s gemerkt.  Auch ich nicht. Wie kann das sein? Meinerseits schiebe ich es darauf, dass draußen in der Welt (und in mir drinnen) ein riesengroßes Ablenkungsmanöver stattfindet (oder zwei oder drei); es blinkt und scheppert, und reißt meine Augen mal hierhin und mal dorthin, unendlich viele Gedanken heischen um meine Aufmerksamkeit, wollen unbedingt zuende gedacht werden, meine Gefühle laufen Sturm, und alles erklärt sich für außerordentlich wichtig und dringend und drängelt sich nach vorne. 

Nur ganz manchmal schaffe ich es, einfach da zu sein und auszuatmen und mich in Ruhe zu fragen: Worum geht es wirklich? Worum geht es mir eigentlich wirklich? Und dann erinnere ich mich an das California Journal, ein Ort, an den ich zurückkehren kann, ein Ort, an den ich schon seit 18 Jahren immer wieder zurückkehre, um Antworten zu finden. Wie beruhigend zu wissen, dass er für mich da ist. Allen Antworten offen gegenüber. Ob Bild, ob Text, ob kurz, ob lang, ob Gedicht oder Schimpftirade, ob auf Deutsch oder jetzt immer mehr auf Englisch, mein California Journal hat Platz dafür. Und weil es in Kalifornien auch mit 18 noch keinen Alkohol trinken darf, stoßen wir jetzt mit Selters statt mit Sekt an. Hauptsache Luftblasen!

Cheers 🥂 Auf das California Journal und darauf, dass man es ab sofort reklamefrei genießen kann!

[ Zum allerersten Beitrag im California Journal ]
[ Zum ersten Beitrag auf dieser Website ]

2010
Dieses Jahr wird das California Journal 5 Jahre alt. Mitten im Sommer.
Vor 4 Jahren bin ich das letzte Mal als Touristin nach Kalifornien eingereist.
3 Jahre lang helfe ich schon dabei, Virtualisierung angemessen ins Deutsche zu übersetzen.
Meine unbefristete Greencard lag vor 2 Jahren im Briefkasten. Jetzt bin ich zwar immer noch ein Alien, aber mit Aufenthaltserlaubnis.
Seit 1 Jahr wohne ich in Palo Alto, fünf Minuten zu Fuß vom Zug nach San Francisco.

Das Jahr der Jubiläen soll auch im California Journal gefeiert werden, schließlich würde es ohne mein Leben in Kalifornien nicht existieren. Wenn ein Jubiläum ansteht, heißt es, versonnen zurückzuschauen und dann neugierig nach vorne. Woher kommt man, welchen Weg ist man gegangen, und wo will man eigentlich noch hin?

Für den Blick zurück werden einige ältere Journalbeiträge wieder hervorgekramt und übers Jahr verteilt auf dieser Website unter der Kategorie „Leicht verstaubt“ veröffentlicht. Die meisten dieser Beiträge werden bei dieser Gelegenheit erstmalig online zugänglich. Ihnen werden neue Texte gegenübergestellt, in denen es teilweise um ähnliche Themen, manchmal aber auch um etwas völlig anderes geht. Bleibt abzuwarten, wo sich Veränderung zeigt.

Hoch die Tassen!