Februar 2013 – The Aloha State

[ Aloha ]
Im Land des Hawaiihemds.

[ Lau Lau und Liliko’i ]
Hawaiische Pommesbude mit Glasschiebefenster.

[ Humuhumu Nukunuku Apua’a ]
Der Fisch mit dem Namen, der länger ist, als der Fisch selbst.

[ Hula und Hilo Hattie ]
Pool statt Meer. Jedem sein Hawaii.

[ A hui hou! ]
Hawai’i mit zwei i.

[ Ke Kali Nei Au, Kahiko, Kamakawiwo’ole ]
Jedem seine Hawaii-Musik. Jeder ihren Hula.

Ihr Lieben,

während das ganze Land in den Wahlkampf zieht, fliegen wir nach Hawaii. Selbst von San Francisco aus im tiefen Westen der USA reisen wir fast 5 Stunden südwestwärts und sehen die ganze Zeit nichts als Meer unter uns. Hawaii ist einfach ganz schön weit weg – von allem. Aber Hawaii ist nicht allein, es ist eine Inselkette, über dreieinhalbtausend Kilometer vom amerikanischen Festland entfernt: Ni’ihau, Kaua’i, O’ahu, Moloka’i, Lāna’i, Kaho’olawe, Maui und the Big Island, um nur die größten Inseln zu nennen. Und Hawaii ist sich selbst genug, denn hier gibt es alles, was man braucht: Vulkane, Wasserfälle, Hibiskus, Ananas, Zuckerrohr, Fische, Wasserschildkröten, Wellen, Sonnenschein, Regenbögen, Blumenketten und Starbucks und ja, auch Bier. Was Mallorca für Deutsche ist, ist für die Kalifornier Hawaii. Ohne große Anstrengung kann man sich hier ganz amerikanisch fühlen. Wer jedoch ein bisschen genauer hinschaut und hinhört, wird daran erinnert, dass wir uns in Polynesien befinden, einer Inselwelt, die sich mit eigenen Sprachen und Gebräuchen über Tausende von Kilometern erstreckt. Hawaii ist nur ein sehr kleiner Teil davon.

Barak Obama ist in Hawaii geboren, auch wenn manche das nicht glauben wollen. Sie können sich einfach nicht vorstellen, dass jemand wie er Präsident der Vereinigten Staaten werden darf. Sie werfen ihm Geburtsurkundenfälschung vor, verfangen sich in Verschwörungstheorien und fürchten den Untergang ihrer geliebten Heimat: „This is not my America. I want my country back!“ Je näher die nächste Präsidentschaftswahl rückte, desto hysterischer schrieen sie. Nun, der schwarze Mann ist immer noch da. Seit dem 21. Januar schon in seiner 2. Amtszeit. Und ganz schicksalhaft fiel seine Vereidigung als US-Präsident mit dem Martin-Luther-King-Jr.-Gedenktag zusammen.

Aloha [*],
Gisela

[ Dem eye candy: Accurate visuals of 2012 presidential elections results ]


*Aloha: love, affection, compassion, mercy, sympathy, pity, kindness, sentiment, grace, charity; greeting, salutation, regards; sweetheart, lover, loved one; beloved, loving, kind, compassionate, charitable, lovable; to love, be fond of; to show kindness, mercy, pity, charity, affection; to venerate; to remember with affection; to greet, hail. Greetings! Hello! Good-bye! Farewell! Alas!, siehe auch: Hawaiian Dictionaries