Juni/Juli/August/September/Oktober 2011 – Keine Sommerpause

Was wir schon immer über das Erinnern wissen wollten
[ Stanford an einem Samstag im August ]

Was ist erinnernswert?
[ Vom Festhalten großer Momente ]

Was man so schnell wie möglich wieder vergessen möchte. Wenn man nur könnte.
[ Fast getroffen ]

Woran man sich erinnern will – Vergessen ist Gold wert
[ Startupper werden in den Himmel geschossen ]

Woran man sich erinnern will – Erinnern ist Gold wert
[ Weißt du noch damals in Paris/Kreuzberg? ]

Ihr Lieben,

Im Silicon Valley wird durchgearbeitet. Nachdem wir im Frühling schon unglaublich beschäftigt waren, legten wir zum Sommeranfang erst richtig los. Um den Kunden nach seiner Sommerpause mit neuer Software zu erfreuen. Und wenn dann wirklich keiner mehr weiß, wo ihm der Kopf steht, wird uns gesagt, wir müssten effizienter werden, denn im nächsten Jahr warteten noch mehr Produkte darauf, alle gleichzeitig fertig zu sein. Um noch mehr Kunden nach ihrer Sommerpause zu erfreuen.

Über-beschäftigt. Im wahrsten Sinne des Wortes „über“ wie es in Kalifornien so gerne verwendet wird. Ja, man glaubt es kaum, das bescheidene deutsche Wörtchen „über“ hat es im Englischen weit gebracht, eine rasante Karriere hingelegt, eine Über-Karriere geradezu. …. Hätte man ihm gar nicht zugetraut, doch so ist das hier eben mit der sozialen Durchlässigkeit. Oder war.

Laut einer Statistik, die Ariane Huffington kürzlich in einer Debatte zitierte, ist „Vom Tellerwäscher zum Millionär“ in den Bereich des Mythos verbannt worden, liegen die USA in Sachen sozialer Durchlässigkeit weit abgeschlagen hinter Frankreich. Das sei ungefähr so unerwartet, wie wenn die USA beim Croissantbacken und Nachmittagssex plötzlich Frankreich überholten. Das wäre ja mal was.

Und was war sonst noch so los in diesem Sommer? Versuchen wir uns zu erinnern.

Bis bald,
Gisela